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Tischtennis
Aus einem Unterhaltungsspiel (PingPong) entstandenes, jetzt weltweit verbreitetes leistungsbetontes Rückschlagspiel.

Tischtennis stammt vermutlich aus Ostasien und wurde von englischen Kolonisatoren Mitte des 19. Jh. aus Indien in Europa eingeführt. Der Spielgedanke besteht darin, dass zwei Einzelspieler oder zwei Paare (Doppel) hinter einer Tischtennisplatte stehend einen Ball mit einem Schläger wechselweise über ein Netz so auf die gegnerische Tischfläche schlagen, dass dem Gegner der Rückschlag möglichst nicht gelingt. Jeder Spieler hat hintereinander fünf Aufschläge auszuführen. Im Doppel müssen die Partner abwechselnd schlagen.

Das Spiel entwickelt vor allem Reaktionsschnelligkeit, Schnellkraft und Konzentrationsausdauer. Die Spielfläche des Tisches ist matt-dunkelgrün, 76 cm hoch und 274 cm x 152,5 cm groß und durch 2 cm breite weiße Seiten- und Grundlinien begrenzt. Für die Aufschläge in den Doppelspielen verläuft parallel zu den Seitenlinien eine 3 mm breite Mittellinie. Die Spielfläche wird durch ein 15,25 cm hohes Netz in der Mitte zwischen den Grundlinien in zwei gleichgroße Spielfelder geteilt. Der Ball ist aus Zelluloid oder ähnlichem Plastikmaterial, wiegt 2,5 g und hat einen Durchmesser von 40 mm. Seine Farbe ist mattweiß oder mattgelb. Der Schläger darf beliebig groß und schwer sein, das Schlägerblatt muss zu 85% aus Holz bestehen. Die Beschaffenheit des Belages ist in den Spielregeln genau festgelegt.

Jeder Fehler des Gegners ergibt einen Punkt. Fehler sind z.B. zweimaliges Aufspringen des Balles in einem Spielfeld, Schlagen des Balles ins Netz, zweimaliges Schlagen des Balles hintereinander, Berühren der Spielfläche mit der freien Hand, Berühren des Balles mit dem Körper. Wer 11 Punkte bei mindestens zwei Punkten Vorsprung erreicht, gewinnt einen Satz. Beim Stand von 10:10 wird so lange weitergespielt, bis eine Partei zwei Punkte mehr erreicht. Ist ein Satz nach 10 min noch nicht beendet, wird nach einer besonderen Regel, die den Ablauf beschleunigt, weitergespielt (Wechselmethode: Der Aufschlag wechselt nach jedem Punktgewinn, der Aufschläger muß mit dem 13. Schlag einschließlich Aufschlag einen Punkt gewinnen, sonst wird er dem Gegner zugesprochen.) Ein Spiel wird durch drei oder vier Gewinnsätze entschieden. Tischtennis wird wettkampfmäßig nur in Hallen gespielt. Der 1926 gegründeten International Table Tennis Federation (ITTF) gehören über 180 Nationen an. Alle zwei Jahre werden Weltmeisterschaften ausgetragen. Tischtennis ist seit 1988 olympische Sportart.

„Tischtennis ist wie Schachspielen beim 100-m-Lauf“

Tischtennis ist das schnellste Ballspiel der Welt: Auf einer Distanz von oft nur drei Metern rast der Ball mit Spitzengeschwindigkeiten von 180 km/h hin und her. Extreme Spin-Schläge lassen den Ball mit 9000 Umdrehungen pro Minute rotieren. Die Spieler müssen hohes Reaktions– und Antizipations-Vermögen mit Ausdauer, Schnellkraft und Körperbeherrschung verbinden. Tischtennis-Cracks der Spitzenklasse sind perfekte Athleten.

Tischtennis gilt als ein Sport und Spiel der Munteren, der Flexiblen und Kreativen. Und es ist eine Lifetime Sportart. Tischtennis macht auf jedem Spielniveau Spaß und hält Kinder ebenso fit wie Pensionäre. Ein echter Volkssport eben, an den sich jeder heranwagen kann – jeder zweite Bürger hat schon einmal Tischtennis gespielt.

Im Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) sind in mehr als 10.000 Vereinen rund 700.000 Spieler und Mitglieder organisiert. Der DTTB ist die achtgrößte Sportorganisation der Bundesrepublik. Seine Nationalmannschaften sind vielfache Europameister und Sieger der Europaliga. Stars wie Timo Boll, Jörg Rosskopf und Nicole Struse gehören zur absoluten Weltklasse.

Der Deutsche Tischtennis Bund führt seit zwanzig Jahren bundesweit die Minimeisterschaften durch, die erfolgreichste Nachwuchs-Veranstaltung im deutschen Sport. An mehr als 1.800 lokalen und regionalen Turnieren, die vor dem Bundesfinale stattfinden, nehmen Jahr für Jahr rund 50.000 Kinder zwischen 7 und 12 Jahren teil. Bei der traditionellen, vom deutschen Rekordmeister Borussia Düsseldorf ausgerichteten „Kinder-Olympiade“ in den Düsseldorfer Messehallen spielen an einem Wochenende 2.000 Kinder an bis zu 80 Tischen.

Hinter dem organisierten Wettkampfsport stehen rund 4 Millionen Hobby– und „Ping-Pong“-Spieler, die ihrer Lieblingsbeschäftigung in Freizeit und Urlaub nachgehen, den Leistungssport Tischtennis aber mit Interesse verfolgen.

Das Institut für Sportwissenschaften an der Universität Magdeburg hat in einer aktuellen Studie unter der Kontrolle von PD Dr Klaus Pfeiffer festgestellt, dass sich Tischtennis sehr gut für ein gesundheitsorientiertes Ausdauertraining eignet. Tischtennis ist die erste Spielsportart, die über ein erprobtes Konzept für ein solches Training verfügt. Diese Tatsache ist von größter Wichtigkeit für tausende von Menschen, die im aktiven Sport vor allem Gesundheit suchen.

Etwa 150 Minuten pro Woche sollten Sie aktiv sein. Das empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Tischtennis ist der perfekte Ballsport, der bis ins hohe Alter gespielt werden kann. Mit 76 anfangen, Fit werden, und mit 96 aufhören ist ein Beispiel einer Dame aus unserem Senioren-Team. Gerade im Hobbybereich ist Tischtennis sehr beliebt. Kein Wunder, denn der Einstieg ist kinderleicht und eine komplizierte Ausrüstung ist nicht vonnöten. Außerdem eignet sich Tischtennis besonders als Gesundheitssport, da es als sogenannte „Lifetime-Sportart“ ein sehr breites Altersspektrum anspricht. Als Familiensport können Enkelkinder und Großvater leicht zusammenspielen. Das Wichtigste aber ist: „Tischtennis macht fit und beansprucht viele Muskelpartien gleichzeitig.“ „Neben der Geschicklichkeit sind Schnelligkeit, Koordination, Reaktion, Konzentration und Ausdauer wichtige Faktoren, die die Fitness der Teilnehmer fordern und fördern. Tischtennis ist die erste Spielsportart, die als Gesundheitssport durch das Qualitätssiegel „Sport pro Gesundheit“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) anerkannt ist. Doch das ist nicht alles. In Großbritannien, Japan und den USA gibt es Programme, die Tischtennis als Therapie für Alzheimer und Demenz-Patienten verwenden. Dr. Daniel Amen, von der SAEF, Mitglied des American Board of Psychatry und Neurology  listet Tischtennis Vorteile für unseren Körper: Erhöht Konzentration und Wachsamkeit, Stimuliert die Gehirnfunktion, Entwickelt taktische Denkfähigkeiten, Entwickelt Hand/Augen-Koordination, Bietet aerobe Übung und Bietet soziale und entspannende Interaktion. Tischtennis ist auch der beste Sport für Ihr Gehirn. Japanische Ärzte belegten dass beim Spiel fünf Areale des Gehirns gleichzeitig angesprochen werden. Zudem bringen die sportlichen Aktivitäten den Puls in Wallung, so dass die Durchblutung des Gehirns und des gesamten Körpers gefördert werden. Dies bestätigt auch eine Studie der Sporthochschule Köln. Jugendliche die regelmäßig Tischtennis spielen haben bessere Schulnote als andere Sportler und Nichtsportler. 

Die internationale Tischtennis-Federation (ITTF) gehört mit mehr als 180 angeschlossenen Nationen zu den fünf größten Sportverbänden der Welt (Fußball, Basketball, Tennis, Tischtennis, Volleyball). In China ist Tischtennis mit rund 100 Millionen Spielern ein dominierender Sport, dessen Highlights Tag für Tag von den großen Fernsehstationen übertragen werden.

Bei uns steht nicht der Sport sondern der Mensch im Mittelpunkt !

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