Deutsche Pokalmeisterschaften

Wie weiter unten schon berichtet machten wir uns am 14.5. auf den Weg nach Gütersloh zu den Deutschen Pokalmeisterschaften der Verbandsklassen.

Die 20 teilnehmenden Mannschaften waren in vier Fünfer-Gruppen eingeteilt. Wir hatten es mit der TTG Kleinsteinbach/Singen aus Baden Württemberg, der FT Hammersbeck aus Bremen, dem TTC Werne 98 aus Nordrhein-Westfalen und der OTG Gera 1902 aus Thüringen zu tun.

Das erste Spiel am Donnerstag mussten wir gegen Gera bestreiten. Nachdem uns Björn mit 3:0 in Führung gebracht hatte, verlor Asim gegen den gegnerischen Spitzenspieler (ehemals Regionalliga oben) klar mit 3:0. Auch ich war gegen die „Drei“ chancenlos. Als dann auch Björn und ich im Doppel chancenlos waren und Björn im Einzel gegen die gegnerische „Eins“ mit 2:0 und 10:7 zurücklag, deutete sich eine Klatsche an. Doch Björn kämpfte sich mit starker Ballonabwehr zurück und konnte seinen Gegenüber, den Panther (was mit ostdeutschen Dialekt aber eher zum Panda wurde), in fünf Sätzen bezwingen. Als dann auch ich in fünf Sätzen trotz merklicher Anspannung gewinnen konnte, war der Ausgleich gelungen. Asim hatte gegen den zweiten Top-Mann aus Thüringen die Sensation auf dem Schläger. Er kämpfte sich mit starkem Spiel in den fünften Satz und verlor dort unglücklich zu 9.

Somit mussten wir uns ganz knapp, aber wohl insgesamt verdient, dem späteren Gruppensieger und Halbfinalisten mit 4:3 geschlagen geben.

Die Geschichte des zweiten Spiels gegen Kleinsteinbach/Singen ist schnell erzählt. Wir fanden leider nicht in dieses Spiel, lagen schnell 3:0 zurück, konnten durch einen klaren Doppelsieg noch verkürzen, doch dann verlor Björn das Duell der Spitzenspieler klar mit 3:1 und die 4:1 Niederlage war besiegelt.

Am Freitag wollten wir dann beim Spiel gegen die FT Hammersbeck unseren ersten Sieg bei den „Deutschen“ einfahren. Björn siegte genau so klar, wie Asim sein Spiel verlor. Ich konnte mich nach einem 2:0-Rückstand noch ins Spiel zurückkämpfen, scheiterte dann aber im fünften Satz an meinen Nerven, so dass wir mit einem 1:2-Rückstand ins Doppel gingen. Diesen konnten Björn und ich dann durch einen 3:1-Doppelsieg egalisieren. Björn brachte uns mit einem deutlichen Sieg in Führung, so dass wir zwei Matchbälle hatten. Den Sieg vor Augen war ich allerdings wieder zu verkrampft, so dass ich eine 6:4-Fürhung im fünften Satz noch verspielte und somit Asim für uns die Kohlen aus dem Feuer holen musste. Er zeigte wie schon gegen Gera eine super Leistung, musste sich allerdings wieder in fünf Sätzen geschlagen geben.

In der Endabrechnung hatten wir also 4:3 verloren, obwohl wir das Satzverhältnis mit 15:13 für uns entscheiden konnten. Wir verloren alle drei Fünf-Satz-Spiele und kassierten somit eine äußerst unglückliche Niederlage.

Am Samstag ging es beim Spiel gegen Werne für beide Mannschaften nur noch darum nicht Gruppenletzter zu werden. Das Spiel nahm zunächst seinen gewohnten Verlauf. Björn besiegte die gegnerische Zwei klar und Asim musste sich gegen den Spitzenspieler aus Werne geschlagen geben. Doch im Gegensatz zu den anderen Spielen fand ich endlich zur nötigen Lockerheit und zum nötigen Selbstbewusstsein, so dass ich gegen die bisher ungeschlagene „Drei“ gewinnen konnte. Im Doppel konnten Björn und ich einen 2:0-Rückstand noch egalisieren und unsere Führung mit einem engen Fünf-Satz-Sieg auf 3:1 ausbauen. Wir hatten somit in diesem Spiel sogar drei Matchbälle, um wenigstens ein Spiel bei den „Deutschen“ zu gewinnen. Björn vergab gegen den gegnerischen Spitzenspieler den ersten. Auch Asim musste sich geschlagen geben. Glücklicherweise konnte ich meine gute Form konservieren und bescherte uns mit einem 3:0-Sieg den ersten Erfolg.

In der Endabrechnung wurden wir also Gruppenvierter. Sicherlich hätten wir uns noch einen Sieg mehr verdient gehabt, aber wir haben es insgesamt nicht geschafft das ganze Wochenende konstant unser bestes Tischtennis zu spielen.

Auch wenn spielerisch noch eine Steigerung möglich gewesen wäre, war es sonst ein nahezu perfektes Wochenende. Asim navigierte uns stets sicher und ohne Umwege von A nach B, einmal ohne ihn verfuhren Björn und ich uns direkt. Die Ferienwohnung im malerischen Nachbarort Rheda-Wiedenbrück war ideal. Der absolute Höhepunkt war allerdings der Besuch des Steakhauses in Gütersloh mit unseren „Glücksbringern“ Dietmar und Andrea und Dietmars Schwester und Schwager. Dort ließen wir bei leckerem Essen und vielen interessanten und unterhaltsamen Gesprächen den Donnerstagabend ausklingen.

 P.S.: Wer sich für genauere Ergebnisse interessiert, findet alles Wissenswerte unter http://www.dpmv2015.de/ .     

Ein Gedanke zu „Deutsche Pokalmeisterschaften“

  1. Ihr habt euch achtbar ,wenn auch mit etwas Pech stets im Spiel gehalten!
    Asim hat seine äußerst schwierige Rolle mit Bravur gelöst-sogar zweimal fast die Sensation auf dem Schläger!
    So habt Ihr beim nächsten Mal schon die nötige Erfahrung und Abgeklärtheit.
    Das wichtigste aber-es war für uns alle ein tolles Wochenende!!!

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